Unser Boot:

Seit 14. Juli 2002 mein neuestes Spielzeug:

 

Technische Daten:

    Länge 11,25m                    Stahlrumpf mit Aluminiumdeck

    Gewicht ca. 7,5 to                  6 Zylinder Deutz-Diesel luftgekühlt, 9 Liter Hubraum, 125 PS,

    Tiefgang 1 m                       Geschwindigkeit bis 20 km/h (ca. 13 kn)

bietet Platz für bis zu vier Personen zum "wohnen", hat aber auch schon eine Grillparty mit 15 Gästen ohne Probleme überstanden. Die Wasserschutz war zwar der Meinung, an Bord würde es brennen, aber das war nur der Grill!

Am 25. Oktober war die Saison 2002 zuende. Da ging der Stress erst richtig los. Bring mal 7,5 to. Stahl mit einem Kran auf einem 10m langen Anhänger unter, den Du nicht bewegen kannst und wenn ihn Dir jemand fährt, kann man nicht mit ihm aufs Grundstück einbiegen ohne den halben Zaun abzubauen oder alternativ die Bushaltestelle platt zumachen.

Am Ende hat's denn doch geklappt, das Ergebnis gibt's unten.

Boot am Haken:

 

seit Frühjahr 2003 heißt das gute Stück "GOLLUM " , frei nach J.J.Tolkien's "Herr der Ringe".

Das ist denn aber doch nicht das Zugfahrzeug

mein Beiboot paßt auch zum Wagen:

   

So habe ich immer das richtige Allrad-Feeling dabei. (Grüße an die Buschtaxi-Fraktion!)

Am Fr. d. 17. Okt. 2003 ging dann schon die zweite Saison viel zu früh zuende. Krantermin war Problemlos nur die Fahrt nach Hause zog sich mangels Trecker eine Woche hin.

ich freu mich schon auf die Saison 2004!

2004    

Im Winterhalbjahr hab ich leider nicht das alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Mein Ex-Chef kam mir mit ner Kündigung dazwischen, sodaß ich etwas umdisponieren mußte. Aber man ist ja nicht umsonst flexibel!

Also: Umbau erstmal aufgeschoben, ansonsten alles beim Alten.

Bei der Vorbereitung zum Krantermin weiß ich jetzt ja worauf es ankommt und es macht sich schon beinahe eine gewisse Routine breit. Klappt alles ohne Probleme. Die Pforte ist umgebaut auf 5 Meter Durchfahrtsbreite, Das Bushäuschen ist weg und ein paar Meter nach hinten versetzt neu aufgebaut worden (allerdings nicht meinetwegen, soweit reicht mein Einfluß denn doch nicht). Und mein Treckerfahrer ist im Frühjahr auch einfacher zu kriegen als im Herbst. Kurzum, es hat alles geklappt.

Da ich nun seit Februar 2004 selbständig bin, fehlt mir leider jetzt in der Startphase die Zeit, mich dieses Jahr wie ich eigentlich gerne würde ums Boot zu kümmern.

Erste Fahrt: Nach dem Krantermin zum Liegeplatz auf dem Möllner Ziegelsee.

Zweite Fahrt: Anfahrt mit den Vereinskameraden auf dem Kanal nach Berkenthin mit gemütlichem Essen und Auswertung von unterwegs beantworteten Fragen und gelösten Aufgaben. Was soll ich sagen, ich wurde ERSTER ! Mein Preis: ein Einkaufsgutschein über 50 Euronen für Bootszubehör bei Fa. Schwenkner in Geesthacht. Mann, was hab ich mich gefreut.

Dritte Fahrt: Sa. 28.6. mit 16 Leuten an Bord ein Junggesellenabschied! Mööööööörderisch! 12 Uhr beladen mit Getränken, Grillgut, Aufbau meiner Festzeltgarnitur auf dem Achterdeck. Ab 13 Uhr Eintreffen der ersten Teilnehmer, bis zur Abfahrt um 14 Uhr. Dann die Fahrt durch den Elbe-Lübeck-Kanal und seine fünf Schleusen von Mölln bis Lübeck als da sind: 1. Donnerschleuse Neu-Lankau, 2. Behlendorfer-Schleuse, 3. Berkenthin, 4. Krummesse, und 5. Büssau. An jeder der fünf Schleusen sind mindestens zehn der sechzehn Jungs (ca 25-60 Jahre) zum p.....   Wasserlassen von Bord gestürmt und haben in einer Reihe am Zaun gestanden. Das habe ich Wochen hinterher noch zu hören bekommen. An der Puppenbrücke (die heißt so wegen der steinernen Figuren die auf ihr stehen) direkt vorm Lübecker Holstentor hab ich die Bande dann an Land gesetzt. Zum Dank und weil alle so begeistert waren, haben sie mir in einer schon peinlichen Lautstärke noch ein Abschieds- und Dankesliedchen geträllert. Es war reichlich Publikum vorhanden.

Vierte Fahrt: Fr. 30.7. 14 Uhr mit meiner kleinen Tochter (14 1/2) und deren beiden Cousinen (13+15), wie schon im letzten Jahr zur Ostsee, damit wenigstens etwas Urlaub rumkommt. Freitag Abend um 23:00 Uhr kamen wir auf der Pötenitzer Wiek an unserem Ankerplatz an. Mit Kartenspielen, DVD kucken und Dackel nochmal an Land bringen war dann endlich um halb zwei Schluß. Samstag war ich dann um 7:00 wach und die Kinder haben bis Mittags durchgeschlafen. Dann sind wir kurz zum Frühstück einkaufen nach Travemünde reingefahren, anschließend zurück zur Wiek, zum Ankerplatz und baden und rumgammeln. Sonntag sind wir dann nach Fehmarn hochgefahren. Ich wollte unbedingt mal unter der Fehmarn-Sunt-Brücke unterdurch fahren. Nach viereinhalb Stunden kamen wir dort an und enterten die Fahrrinne. Im Konvoi mit diversen Seglern passierten wir die Brücke. Als wir nach der Rückpassage durch die Brücke an der Großenbroder Landspitze nach einem Ankerplatz suchten, fanden wir stattdessen wie in der Seekarte verzeichnet, "unrein, zahlreiche große Steine". Es hat mächtig gerummst. Zum Glück hats kein Leck gegeben und wir sind auch mit ganz langsamer Rückwärtsfahrt und dann vorsichtigem Drehen heil aus dem Steinfeld rausgekommen. Üble Geschichte. Hätte auch ganz anders ausgehen können. Ich habe bei meinen Bootspapieren eine alte Rechnung für einen Propeller für mein Boot gefunden, der hat mal 2052,- DM gekostet. Die Rückfahrt war dann absolut problemlos und gegen 20:00 Uhr waren wir wieder an unserem Ankerplatz und konnten dann beim Abendessen das Schluß-Feuerwerk der Travemünder Woche bewundern. Rückfahrt am Montag gemütlich die Trave hoch und durch den Kanal zum Ziegelsee mit Enten füttern und ausladen. Um 21:00 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Batwichtels Ostsee-Thumbnails

2004

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Seit Oktober 2004 steht mein Boot in verschiedenen internet-Bootsbörsen zum Verkauf. Gelegentlich meldet sich mal jemand und bezeugt halbherziges Interesse, aber im Grunde wollen alle die bis jetzt angerufen haben das Boot geschenkt haben. Dazu möglichst noch lebenslange Garantie und das ganze frisch lackiert bis vor die eigene Haustür.

Bin ich denn doof???

2005

Der Krantermin für dieses Frühjahr steht fest: x. April! Das Wetter ist bis jetzt besch.....eiden und ich will die Lackausbesserungsarbeiten und den Unterwasseranstrich erst in der letzten Woche vorher machen weil es jetzt noch zu kalt und zu feucht ist.

Einer meiner beiden besten Freunde hat sich bei mir gemeldet und mir einen kostenlosen Krantermin angeboten. Da kann ich natürlich nicht nein sagen. Problem ist nur, jetzt fehlt mir die Zeit die Restarbeiten außen zu machen. Wenn das Boot im Wasser ist, kann ich den Anstrich am Rumpf nicht mehr machen. Auch den Geber für den neuen Fishfinder kann ich nur noch provisorisch befestigen. Schade eigentlich. Ich hatte gehofft, dieses Jahr etwas mehr fertig zu bekommen.

Auf meine diversen Anzeigen bekomme ich immer mal wieder anfragen von irgendwelchen Hirnies, die mit Scheck zahlen wollen der höher ausgestellt ist als der Kaufpreis und ich soll den Rest (am besten wohl bar) zurückzahlen. Halten die mich für völlig bescheuert???

Anfang September hat sich mal ein wirklicher Interessent gemeldet und ist auch zur Besichtigung und Probefahrt vorbeigekommen. Extra aus Mainz! Wie es aussieht, hat ihm mein Boot gefallen und der Preis scheint auch zu stimmen. Will ja aber auch keinen Traumpreis haben, sondern nur reell, was ich bezahlt und rein gesteckt habe.

Anruf bekommen: Boot ist verkauft! Wow! Schade! Und nun? 

Das Boot ist abgeholt und fährt jetzt ca 800 Km nach Süden zum Rhein.

Ein paar Kleinigkeiten stehen noch zur endgültigen Abwicklung an, aber es ist alles schon bestellt und in die Wege geleitet.

Seit 15 Jahren steht bei mir noch ein 6,50m GFK-Boot aufgebockt auf der Diele. Total verrotteter Aufbau. Das werde ich mir jetzt wohl endgültig fertigmachen. Ich hoffe, 2006 zum Frühjahr wirds fertig, ich kann nicht ohne Wasser sein, bin schließlich Krebs!

Vielleicht bekomme ich ja noch Bilder wie GOLLUM (oder wie auch immer das Boot dann heißt) auf dem Rhein fährt.

So long, bis zur nächsten Saison. Drückt mir die Daumen, daß das andere Boot noch zu reparieren ist und ich fertig werde.

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